Reute - Im Rahmen der Sonntagabend-Gottesdienste des Pastoralteams fand an diesem Sonntag auf dem Flugplatz in Reute ein besonderer Wortgottesdienst statt. Pastoralreferent Andreas Hund freute sich, dass sich etwa 80 Personen aus der gesamten Seelsorgeeinheit am Flugplatzhangar eingefunden haben.
Darunter waren auch Gläubige aus Bad Schussenried und Weißenau. „Wir sind an einem Ort, an dem der alte Menschheitstraum vom Fliegen Realität ist“, mit diesem Satz begann Andreas Hund den Gottesdienst. Und weiter: „Menschen haben neidvoll auf die Vögel geschaut, haben immer wieder auch technische Hilfsmittel gebaut, um einmal von der Erde abheben zu können. Alles hinter sich zu lassen und auf ‚Wolke Sieben‘ zu schweben, so die große Sehnsucht der Erdenbürger“. Beim Einspielen des Liedes „Über den Wolken“ von Reinhard Mey summten und träumten viele Teilnehmer gefühlvoll mit.
„Unter den Wolken“ von den ‚Toten Hosen‘ war dann der Kontrastsong. Die vielen Negativthemen vom Klimawandel bis zum Krieg in der Ukraine stellten bald klar, dass wir hier auf der Erde gar nichts mehr von dieser Wunsch-Freiheit spüren. Im Evangelium, welches Hobbyflieger Ottmar Schmid verkündete, ging es um Gottes Wort: „Niemand kann zwei Herren dienen. Ihr könnt nicht Gott und dem schnöden Mammon dienen“. In seiner Predigt ging der Pastoralreferent ganz konkret auf unser Leben ein. „Unser ‚Überleben‘ ist von Gott abhängig. Das ‚hier und heute‘ ist nicht die letzte Realität. Uns erwartet die Vollendung bei Gott“. Der Song des Rappers Marteria „Welt der Wunder“ rundete die Predigtworte ab.
Bei einer herrlichen Abendstimmung mit der untergehenden Sonne und Vogelgezwitscher ging ein stimmungsvoller Gottesdienst dem Ende zu. „Sei still“ von Martin Buchholz passte musikalisch dazu. Der nächste Abendgottesdienst in dieser Reihe findet am Sonntag, 28. August auf der Grabener Höhe statt.

Bericht: Rudi Heilig

