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Haisterkirch - Zahlreiche gläubige Menschen aus der Seelsorgeeinheit, vorwiegend Frauen, kamen am Montagabend (15. August) an diesem kirchlichen Feiertag in die Pfarrkirche St. Johannes Baptist.

 

 

Sie feierten an diesem Sommerabend gemeinsam mit Pfarrer i. R. Josef Mattes eine hl. Messe. Der Pfarrpensionär erinnerte gleich zu Beginn der Eucharistiefeier daran, dass an diesem Tag das Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“ weltweit in der katholischen Kirche gefeiert wird.

In Haisterkirch ist dieses kirchliche Hochfest wie in nahezu allen Regionen mit überwiegend katholischer Bevölkerung noch als „Mariä Himmelfahrt“ bekannt.
In seiner Predigt ging Pfarrer i. R. Josef Mattes auf die Bedeutung dieses „Hochfestes“ mit seinen „himmlischen“ Verbindungen und „heilenden“ Wirkungen ein und auch auf das wiederentdeckte Brauchtum mit der Segnung von Kräuterbüscheln.

Er freute sich darüber, dass gerade hier in Haisterkirch dieser Brauch traditionsgemäß vorbildlich gepflegt wird. Eine Frauengruppe hatte am Samstag im Gartenareal der Vorsitzenden des hiesigen Gartenbauvereins Hildegard Volk genau 135 kleine Kräuterbüschel zusammengestellt, die alle in Körben zur Segnung auf den Stufen vor dem Altar platziert worden waren.

Zudem hatten etliche Gläubige ihre selbst angefertigten Büschel vor dem Marienaltar abgelegt. Bei der Kräuterbüschelbindung war auch Kräuterexpertin Kathrin Eisele dabei. Sie informierte all die Helferinnen über die Heilkraft der verschiedensten gesammelten Kräuter aus den Gärten und der freien Natur.

Für die festliche, musikalische Umrahmung hatten Maria Buchgeister (Violine und Gesang) Nils Mayer (Orgel und Gesang) sowie Leo Straßner (Orgel und Gesang) Sorge getragen. Das jugendliche Trio erntete nach dem Dankeschön durch den Priester für dieses doch besondere musikalische Engagement und Können mächtig Beifall.

Großen Applaus gab es natürlich auch für die Frauen Kathrin Eisele, Rosa Eisele, Irmgard Fink, Gertrud Härle-Ruther, Anneliese Hoch, Irmgard Schönenberger und Hildegard Volk. Aus deren Körben durften sich die Gottesdienstbesucher am Ende des Gottesdienstes die Büschel entnehmen und als geweihtes Mitbringsel ins eigene Heim mitnehmen.

Bekanntlich sollen diese geweihten Kräuterbuschen, wie sie in Bayern heißen, den Segen Gottes auch in die Häuser bringen.

 

Text/ Fotos: R. Martin

 

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