Bad Waldsee - Nach dem Patroziniumsfest („Maria Schnee“) in Hittisweiler am 5. August feierten jetzt wenige Tage später am 10. August die Ehrensberger zusammen mit Gläubigen aus dem Nahbereich in ihrer Kapelle das Patrozinium des St. Laurentius.
Der 10. August ist der Gedenktag des Heiligen, der nach der Überlieferung am 10. August 258 n. Chr. den Märtyrertod durch Verbrennen auf einem glühenden Rost erlitten hatte. Dargestellt wird Laurentius oft als Diakon mit Rost, so auch in der Ehrensberger Kapelle auf einem Bildnis über dem aus dem frühen 18. Jahrhundert stammenden Altar.
Pater Hubert Vogel, Zelebrant der beiden Patroziniums-Gottesdienste, war sichtlich erfreut über den guten Zuspruch, den diese Gottesdienste in diesem Jahr gefunden hatten. Vor der kleinen Kapelle „Maria Schnee“ war alles für die Eucharistiefeier im Freien perfekt gerichtet worden. In Ehrensberg war wegen des starken Winds die Feier in die Kleinkirche verlegt worden.
In seinen Predigten erinnerte Pater Hubert an die historischen Hintergründe zu diesen Patrozinien und deren Bedeutung für uns heute. Laurentius hatte bekanntlich als Schatzverwalter des ebenfalls hingerichteten Papstes Sixtus II alle Wertsachen der Kirche verkauft und das ganze Geld an notleidende Menschen verteilen lassen. Es gelte, nicht nur Schätze für sich zu sammeln sondern vor Gott reich zu sein, so die Schlussfolgerung.
Laurentius gelte heute noch als großes Vorbild, weil er eine wichtige Säule des Christentums, nämlich gelebte „Nächstenliebe“, zu besonderer Geltung verholfen hatte. Ganz im Sinne der Jesu-Worte: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr auch mir getan“, hatte Laurentius gehandelt.
Pater Hubert hatte aus dem großen Lieder-Repertoire des Gotteslobs bekannte Kirchenlieder ausgewählt und mit kräftiger Stimme zum feierlichen Mitsingen animiert.
Fotos/Text: Rudi Martin



