Bad Waldsee - Auf Einladung der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung-KAB Bad Waldsee war Dick Mugisa in Bad Waldsee und hat dabei auch einen Besuch an der Eugen-Bolz-Schule gemacht. Er ist Bundesvorsitzender der Catholics Worker Movement, der Schwesterorganisation der KAB in Uganda.
Er hat in den Klassen 9 vom Leben der Schülerinnen und Schüler in Uganda berichtet. Sie sind oft über 2 Stunden zu Fuß unterwegs um, in die Schule zu gelangen und am Nachmittag geht es dann auch wieder zu Fuß zurück. Dick Mugisa berichtet, dass seit dem Beginn der Corona-Pandemie die Schüler und Schülerinnen über 80 Wochen zu Hause bleiben mussten.
Anfang März können nun alle Schüler und Schülerinnen wieder in ihre Schule zurückkehren. Selbst die Regierung rechnet damit, dass 30% von ihnen nicht mehr zurückkommen.
Warum? Da die Schulen kurz nach dem Bezahlen der Schulgebühren 2020 geschlossen wurden, hatten die Eltern nicht mehr ausreichend finanzielle Mittel um ihre Kinder zu ernähren, zumal in dieser Zeit die Preise für Grundnahrungsmittel um über 35% gestiegen sind.
Die Kinder und Jugendlichen wurden zu ihren Großeltern aufs Land geschickt, um in der Landwirtschaft mitzuhelfen oder sie suchten sich Gelegenheitsjobs. Und sie bleiben nun in diesen Jobs.
Die Lehrerinnen und Lehrer, Stephanie Henzler und Simon Bohnert bereiteten mit den Schülern die beiden Unterrichtsstunden vor. Mit Erfolg, es fand ein intensiver Ausstauch in Englisch statt.
Peter Niedergesäss von der KAB-Bad Waldsee begleitete Dick Mugisa bei seinen Besuchen in Oberschwaben. Er bedankte sich für das finanzielle Engagement der Eugen-Bolz-Schule für Schulen in Uganda und unterstrich die Bedeutung von solchen Begegnungen. Damit werden globale Themen wie der Krieg in Ukraine und seine Auswirkungen auf die Ernährungssituation in Uganda persönlich erlebbar. Niedergesäss ist überzeugt, persönliche Begegnungen fördern das Verständnis für Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen.

Bericht: Peter Niedergesäss

