Bad Waldsee - Beim Bürgerfest ließ die Stadt eine alte Tradition wieder aufleben: den Kinderumzug durch die Stadt. Und alles war bestens angerichtet: Das Wetter, tausende von Zuschauer und weit über 1000 Kinder. Erwin Linder berichtet in Wort und Bild.
Das wuselte nur so in der Rosmaringasse. Aufgekratzte Kinder, gestresste Ordner, lachende Eltern, so was hat’s in Bad Waldsee schon lange nicht mehr gegeben: Einen Umzug nur für Kinder. Mit ihren bunten T-Shirts, mit großen Transparenten, mit Nachbildungen historischer Gebäude brachten die Kinder jede Menge Farbe in den Sonntagnachmittag.
Auf den bunten T-Shirts konnte man das Kornhaus zu entdecken, den Federles- und den Gut-Betha-Brunnen. Die Motive stammen von René Auer. Der Goißa-Kindergarten aus Gaisbeuren hatte seine Kinder in einem rollenden Pferch, die Grundschule Haisterkirch präsentierte das ehemalige Klostergebäude, die Michelwinnader führten ihre Burg durch den Umzug, das Rathaus von Mittelurbach fehlte genausowenig wie der alt-ehrwürdige Hafendeckel. Für Nicht-Waldseer: das Wurzacher Tor. Das Finanzamt, Ordnungsamt, Stadtarchiv – mit viel Liebe und Einfallsreichtum waren die Kinder entsprechend ausgestattet.
Vom Hafendeckel ging es zum Ravensburger-Tor-Platz. Hier erzählte Moderator Franz Daiber Einiges zu den historischen Gebäuden und vor dem Rathaus defilierten die Kinder und ihre Begleiter vorbei an der Ehrentribüne mit Oberbürgermeister Henne, Bürgermeisterin Ludy und Moderator Barny Bitterwolf.
Den ganzen Umzugsweg säumten tausende von Besuchern, die aus nah und fern nach Bad Waldsee, zum Bürgerfest in die Große Kreisstadt, gekommen waren.
Mit dem Kinderumzug erreichte das Fest einen weiteren Höhepunkt und gleichzeitig seinen Abschluss.


