Aulendorf - Zum 20jährigen Bestehen der Gedenkstätte findet wie in den vergangenen Jahren auch dieses Jahr eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem Friedhof statt, bei der weltweit an die Toten von Kriegen und Gewalt erinnert wird. Musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle zu Beginn und zum Ende der Feier, hält Bürgermeister Matthias Burth eine Ansprache, wobei er an die humanitäre Verpflichtung appelliert, denn ein gelebtes Bekenntnis mache uns zu dem, was wir sind.

Viele Erinnerungsstätten an die beiden Weltkriege seien inzwischen in Vergessenheit geraten, verschwunden, von Wäldern überwuchert und er zählt die Kriege des vergangenen Jahrhunderts auf bis zur Annexion der Krim 2014. Hass und Abgrenzung gegenüber anderen flamme erneut auf, so Burth, und aus den Katastrophen der Vergangenheit habe man nichts gelernt, wie es faschistische und neonazistische Parteien deutlich machen. Diesen Tönen könne man nur mit einem immerwährenden Kampf für Demokratie begegnen.

Danach folgt eine Wortbeitrag des Gymnasiums Aulendorf von drei Schülerinnen und einem Geschichtslehrer. Elisabeth Gö betont, dass 76 Jahre Frieden ein hohes Gut sei, dass es zu bewahren gelte und Lena Schneider fragt, was ist es wert, einen Krieg zu führen. Alle Schülerinnen betonen, dass Bilder von Kriegen nur berühren können, wenn sie mit der Wirklichkeit von Opfern und Überlebenden konfrontiert werden.

Als Vertreter der Kirchen fügt Siegfried Hornung von der evangelischen Thomas-Kirchengemeinde die Perspektive Gottes hinzu: „führt nicht Krieg weder gegenüber anderen noch gegen Euch selbst“ und Pater Pius schließt mit einem „Vater unser“ an die Vorrede an. Zum Totengedenken legt Burth einen Kranz am Ehrenmal für die Gefallenen nieder unter Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr Aulendorf.

Das Mahnmal mit 433 Namenseintragungen existiert seit 20 Jahren, seit dem 18.11.2001 und wurde initiiert von einer Interessengemeinschaft Mahnmal Aulendorf mit Hauptsponsor Karl Fränkel und Hauptinitiator Franz Huchler.

 

Text und Bilder : Gerhard Maucher

 

 

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