Aulendorf - Der erste Termin in den Tarifverhandlungen in der holzverarbeitenden fand Mittwoch den 15. September 2021 statt. Die Arbeitgeberseite hat sich nach Ansicht der IG Metall sich nicht ernsthaft mit den Forderungen der Beschäftigten auseinandergesetzt, deswegen hat die IG Metall Friedrichshafen - Oberschwaben am Montag den 20. September 2021 zu den ersten Warnstreikaktivitäten bei Carthago in Aulendorf und am Dienstag den 21. September bei Staud Möbelwerk GmbH in Bad Saulgau aufgerufen.
Für die Beschäftigten von von Carthago und Staud war dies der Startschuss in die Tarifauseinandersetzung. Insgesamt haben rund 300 Beschäftigte bei Carthago und knapp 100 Beschäftigte bei Staud in Bad Saulgau die Arbeit niedergelegt und sich an der Protestaktion beteiligt.
"Die Arbeitgeber haben bisher ein Angebot vorgelegt was die in keiner Weise die Auftragslage in den Unternehmen wiederspiegelt. Zufrieden sind die Beschäftigten mit diesem Angebot nicht. Wir haben eine Inflation von 3,8 Prozent und wir sollen 1,2 Prozent erhalten. Ein schlechter Deal und somit nicht tragfähig.“ So Frederic Striegler, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Friedrichshafen – Oberschwaben. Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde 4,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten, des Weiteren soll die Altersteilzeit attraktiver gestaltet werden, und die enorme Belastung der Beschäftigten soll kompensiert werden.
"Der Kampf um die besten Köpfe hat auf den Arbeitsmarkt schon längst begonnen. Die Branche der Holz– und Kunststoffverarbeitenden Industrie muss dringend attraktiver werden. Wer gute Leute möchte – muss gute Löhne zahlen, Belastungen kompensieren und attraktive Bedingungen schaffen. So einfach ist das Prinzip.“ So Frederic Striegler abschließend.
Am Freitag den 24. September werden die Beschäftigten von Dethleffs in Isny zum Warnstreik aufgerufen.
Pressemitteilung der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben und Singen

