Aulendorf – Rund 100 km sind es beide Wege und während es meist runter zum Bodensee geht, kam bei der Rückfahrt erschwerend hinzu, dass ein Wind von vorne kräftig blies. Über Altshausen, Schreckenss, Bibersee, Baienbach, und Ettishofen ging es nach Ravensburg. Dort am Bahnhof wurde jüngst die Beschilderung und Kenntlichmachung der Fahrradstraße verbessert.
Das heißt, dort sind Autolenker:innen nur als Anlieger geduldet und Radler:innen ist es erlaubt, nebeneinander zu fahren. Oder aber, wie sonst auch, nehmen sie Rücksicht auf die Autofahrer:innen und fahren in Reihe. Nach Friedrichshafen gibt es mehrere Wege, ich nehme den direkten Weg entlang der Bundesstraße bis Meckenbeuren auf einem gut zu befahrenden Radweg. Kurz nach Meckenbeuren, genauer gesagt in Kehlen überquere ich die Schussen, wo ein paar Paddler sich startklar machen. Weiter folge ich der Schussenrichtung zum Flughafen in der Bodenseestadt. Das Dornier Museum hat wieder für die Besucher;innen geöffnet und nach einer fast Umrundung des Flughafengeländes trete ich den Rückweg an.
Am See wurde mir von einem Ravensburger, der die 4 km Mehrweg gefahren ist erzählt, dass es dort ziemlich voll sei und zudem ist Radfahren auf der Touristenmeile nicht erlaubt. Sowieso ein weitere Hindernis für mein Pedalsystem an den Schuhen. Witzig, dass ich in Friedrichshafen einen mitradelnden Ravensburger aus der Karmeliterstraße traf, wie meinen Schulfreund Bölle. Dadurch gab es viel Gesprächsstoff über Radfahren und Tennis, das er spielt und nun das Rad zum Ausgleich entdeckt hat.
Erst in Bavendorf trennen sich unsere Wege, das wir über Ailingen erreicht haben. Über Eschau und an Schmalegg vorbei radle ich nach Horgenzell und seine Teilgemeinden Bettenweiler und Zogenweiler. Hier auf der Höhe war es noch zugiger, aber jetzt hatten die Anstiege vorerst ein Ende, denn es ging nach Fronhofen hinab. Mit geschätzt 60 kmh rolle ich sogar zu Autofahrern auf, die mich vorher überholt hatten und nun hinter einem Zugfahrzeug kriechen müssen. Am Sportplatz in Fronhofen mache ich ein weiteres Foto, bevor ich die Route Wiesenhofen, erneut Schreckensee und Malmishaus, Stuben nehme. In Aulendorf angekommen fehlen noch 4 Kilometer bis 100. Das darf natürlich nicht sein. Also erst noch weiter bis Otterswang und dann erst das Bier im Kaktus, wo noch viele Tische frei sind, während sich alle anderen in die Schlange vor der Eisdiele, gegenüber vom Schloss stellen.
Text und Bilder: Gerhard Maucher











