Aulendorf- Wenn die Kanzlerin Merkel, mehr zur Verteidigung als zur Emfpehlung, bei einer Corona-Pressekonferenz diesen bedeutungsvollen Satz von sich gibt: "Es ist keinem Bürgermeister verwehrt, wie in Tübingen vorzugehen!", dann werden Bürger und auch Bürgermeister hellhörig. Nur ist Tübingen nicht überall! Die Bildschirmzeitung befragte Bürgermeister Matthias Burth.
Die Verwirrungen über unterschiedliches Vorgehen werden nicht weniger. Der Landkreis Ravensburg platziert eine Meldung über die Einschränkungen bei der zwischenzeitlich überschrittenen Inzidenz-Marke von 100. Wenige Stunden später lockert die Landesregierung Baden Württemberg die Maßgaben zu privaten Treffen. (Corona Notbremse im Landkreis Ravensburg - auf Änderung der Landesregierung angepasst!)
Ravensburg bemühlt sich Modellstadt mit Lockerungen zu werden. In Bayern sind zwischenzeitlich über 80 Anträge zur Modellstadt zu werden, eingegangen. Ministerpräsident Tobias Hans möchte nach Ostern das komplette Saarland zur Modellregion erklären.
Was liegt es näher als auch Aulendorf zu einer Modellstadt zu erklären, bzw. dies zu beantragen? Wir haben diesbezüglich die Bürgermeister Matthias Burth befragt und folgende Antwort erhalten. Gleichzeitig haben wir nach bereits vorhandenen Schutzmaßnahmen und die Information darüber, in welcher Weise und in welchem Umfang in der Gemeinde getestet wird, gefragt.
Antwort Stadt Aulendorf
.
In Zusammenarbeit mit der DRK, Ortsgruppe Aulendorf werden in der Grundschulsporthalle Schnelltests dienstags und donnerstags, 17.00 – 19.30 Uhr durchgeführt. Die Termine werden sehr gut angenommen. Aufgrund der Nachfrage findet am Karsamstag ein zusätzlicher Termin statt. Die 2 x wöchentlichen Tests werden weiter angeboten.
Die Aussage von Frau Bundeskanzlerin Merkel erzeugt den Eindruck, dass die Kommunen hier frei entscheiden können. Dem ist nicht so. Auch spreche ich mich nicht für lokale Lösungen aus, sondern es müssen kreisweite bzw. landesweite Lösungen und Öffnungsstrategien gefunden werden. Das Land Baden-Württemberg muss hier die Rahmenbedingungen vorgeben. Sobald die Rahmenbedingungen durch das Land definiert sind, werden wir diese auch sehr schnell umsetzen.
Nicht alles was in Tübingen oder Rostock möglich ist, ist überall möglich. Grundsätzlich werden aber von allen Bürgern regionale Bemühungen und kreatives Agieren der Verwaltung begrüßt, wobei die Kreativität nicht auf die Verwaltung begrenzt sein muss.
Bericht
Wolfgang Weiß

