Aulendorf - „Immerhin: Radfahren bleibt erlaubt“, titelte gestern die Tageszeitung (taz) als Reaktion auf den Oster-Lockdown, der nun ein Appell bleibt. Selbst dann, Kontakte mit einem zweiten Haushalt sind in Ordnung und Radfahren sowieso. Das sehen inzwischen viele so, der Radverkehr boomt und die Radgeschäfte zählen zu den Gewinnern der Pandemie.
Oliver hatte Zeit, seine Kneipe seit Monaten geschlossen, und los ging es bei besten Fahrradwetter, den ganzen Tag Sonne vorhergesagt, mit dem Rennrad. Gleich zu Anfang zügiges Tempo, das Rad rollte gut, auf dem Radweg nach Steinenbach, dort links ab nach Stuben und noch vor Malmishaus rechts ab durch den Wald nach Ebenweiler. Im Ortskern folgten wir der Triathlonstrecke mit einem Schlenker zum See, dem Start- und Zielgelände. Oliver war am Berg stärker und hatte Vorsprung im Anstieg nach Unterwaldhausen. Kein Problem, er wusste ja auch noch nicht, dass wir nach Guggenhausen abbiegen und über den Wald um die Rinkenburg zum Ried nach Wilhelmsdorf fahren. Im Ried war viel Betrieb, wir begegneten Jungs mit Skateboard, Väter mit Tochter auf dem Kinderrad und auch Roland, ein weiterer Freund aus Wilhelmsdorf war mit seinem Rad unterwegs.
Eine Runde um die Kirche am Saalplatz musste sein, ehe wir zurück ins Ried und über Lindenhof nach Riedhausen gelangten. Jetzt wollten wir nach Hoßkirch und nahmen den Weg an der Abzweigung Bauhof vorbei, entlang des Bahngleises und mit Blick auf den See, auch Königseggsee genannt. Am Ortsausgang von Hoßkirch, Richtung Ostrach überquerten wir die Landstraße und nahmen den Weg an der Kiesgrube entlang bis Tafertsweiler. Unser nächstes Ziel war Sießen über Bachhaupten und am Kloster hatte man einen weiten Blick sowohl zum Bussen wie den drei Windrädern bei Braunenweiler. Links Bad Saulgau fuhren wir geradeaus dran vorbei über Haid und die Bundesstraße überquerend, erneut an einer Bahnstrecke entlang nach Ebersbach. Dort auf der wenig befahrenen Straße nach Blönried und auf dem Radweg heim nach Aulendorf.
Die Daten: 70 km in 3:05 Stunden, 528 Höhenmeter, Schnitt 22,8 kmh. Es hat Spaß gemacht.
Text und Bilder: Gerhard Maucher




