Aulendorf – Die virtuelle Stubenfasnet fand ihre Fortsetzung in der virtuellen Maskenbeschwörung, pünktlich um 19 Uhr am Vorabend zum Gumpigen Dunschtig.
Zur Einstimmung mussten die Bilder eines Vorjahres an das Geschehen am Hexeneck erinnern: der Maskenbann aufgehoben und der erste Tanz um das Feuer, ehe der Maskenzug aufbrach, um sich das Narrenrecht abzuholen. Dieses und die Schlüsselgewalt trat dann Bürgermeister Matthias Burth auch ohne Widerstand zu leisten ab und setzte zum Zeichen seiner Machtlosigkeit seinen Strohhut auf. Der Zeremonienmeister Jürgen Müller verlas die Rechte und Burggraf Alexander der I. bekräftigte alles mit einem Eckhex – hui.
Hofnarr Britta Wekenmann verkündete 11 Punkte des Hohen Rates: 1. der Minigolfplatz soll wie letztes Jahr betrieben werden, inklusive eines Kaltgetränkes und ohne Gartenwirtschaft. Dazu soll 2. ein Eigenbetrieb Minigolfplatz eingerichtet werden und Personal defizitärer Abteilungen der Stadt sollen kostenneutral zur Verfügung stehen. 3. In der nächsten Wohnung im Riedweg soll eine Kita eingerichtet werden und die Betreuung sei der Bürgerinitiative zu übertragen. Damit wäre gewährleistet, dass nicht etwa hinter Grabsteinen Fange gespielt werde. 4. bei eingeschaltetem Straßenlicht sehe man besser, dass niemand unterwegs sei. 5. ein Brillenbeauftragter müsse eingestellt werden, damit der Schultes nicht mehr mit halber Brille oder ohne Brillenglas anzutreffen sei. 6. zudem sei die Gültigkeit seiner persönlichen Papiere zu überwachen, um zu verhindern, dass sein Personalausweis abgelaufen sei 7. der Hohe Rat lobt die Hausnummern an den Nistkästen rund um den Steegersee. So finden die Vögel sicher zurück ins eigene Heim 8. der Vorschlag von Christine Vogt sei aufzunehmen und der Steege zum Eisschwimmen freizugeben, eine neue Attraktion und Einnahmequelle 9. AHA ( Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) gelte nur unter Pandemiebedingungen. Haben wir Corona überwunden, können wir uns gefahrlos den Narren der Nachbarstadt nähern. 10. Asyl für Ravensburger Klimaschützer; damit würde Aulendorf als Klimastadt bekannt und der Tiergarten bekäme seine lang gehegten Baumhäuser. 11. Querdenken ist gestrichen Ha ha ha – jo was saischt au!
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Text und Bilder: Gerhard Maucher

