Aulendorf/Ravensburg – Das Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Oberschwabenhalle hat am 22.01. seinen Betrieb aufgenommen, allerdings zum Beginn durch fehlenden Impfstoff nur minimal ausgelastet mit 24 Impfungen pro Tag.
So bleibt die entscheidende Frage: Erstens, wie komme ich zu einem Termin und zweitens wie komme ich zum Impfzentrum oder kann die Impfung auch an meinem Wohnort stattfinden, wie von den Stadtseniorenräten gefordert. Das Transportproblem ist zumindest, so Sozialmimister Manne Lucha dadurch entschärft, dass eine Regelung mit den Krankenkassen vereinbart wurde, dem berechtigten Personenkreis eine Beförderung zum Impfzentrum zu erstatten.
Andere 80-jährige sind dennoch auf die Unterstützung von Verwandten und Bekannten angewiesen. Doch vorerst wählten sich zahlreiche ältere Menschen die Finger wund, um einen Impftermin zu ergattern. Mindestens bis in den Februar hinein, ist absehbar, 24 Impfungen pro Tag sind nach wenigen Minuten ab acht Uhr, wenn die Anruffrist beginnt, vergeben.
Ab Montag 8.02. wird auch das Einladungsmanagement der Kreisimpfzentren geändert, so Lucha und auf ein Recall-System umgestellt. Dabei genügt eine einmalige Registrierung, um später einen Impftermin mitgeteilt zu bekommen. Am 4.02. hat eine zweite Lieferung von Impfstoffen das KIZ erreicht. Aber es bleibt bis zur nächsten Lieferung, die am 19. Februar vorgesehen ist, bei 24 Impfungen pro Tag. So macht das Impfzentrum an der Oberschwabenhalle den Eindruck, es sei nicht in Betrieb, aber gut geschützt.
Stand 3.02. wurden im Kreis Ravensburg im Impfzentrum 802 und mit mobilen Impfteams 1182 Menschen geimpft. Landesweit sind es 6 Wochen nach Impfbeginn 350 227 Impfungen. Sobald ausreichend Impfstoff da ist, impfen mobile Teams auch vor Ort in den Kommunen, wenn die Impfung in den Pflegeheimen beendet ist, so Lucha. Das wird voraussichtlich ab Mitte März sein, so der Gesundheitsminister von Baden-Württemberg. Am 11. Februar werden bei einer Telefonkonferenz auf Kreisebene die nächsten Schritte vor Ort besprochen.
Bis Ostern, das heißt im 1. Quartal werden rund 10 Millionen also etwa 1/7 der zu impfenden Bevölkerung geimpft sein, so der Fahrplan anhand der Lieferzusagen der Impfhersteller.
„Lockerungen erst wenn alle geimpft sind, das ist nicht der Weg“, so Merkel. Vermehrt werden nun Lockerungen,etwa bei Kitas und Schulen, selbst von Gesundheitsminister Spahn, ins Gespräch gebracht. Konkreter wird er allerdings dabei nicht, auch entscheiden darüber die Länder und ihre Kultusminister. Doch über allen Entscheidungen schwebt noch das Damoklesschwert, wie gefährlich und verbreitet sind die Mutationen des Virus.
Text und Bilder: Gerhard Maucher



