Blönried - Am Montagmorgen des 04.05. öffneten sich nach wochenlanger Schulschließung auch am Blönrieder Gymnasium die Türen wieder für die Klassen 11 und 12. Dabei hat sich die Schulleitung viel einfallen lassen, um die Gesundheit der SchülerInnen, LehrerInnen und MitarbeiterInnen möglichst gut zu schützen: mit Masken, Abstandsmarkierungen, geteilten Kursräumen, gestaffelten Pausen, Desinfektionsmittel, Seife und Einwegtüchern sowie getrennten Eingängen für die Klassenstufen.
Um 7.30 Uhr betraten die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 1 ihre Schule über den Haupteingang, wo sie von Lehrern, die bereits Alltagsmasken trugen, begrüßt wurden. Wer noch keine Mund-Nasenbedeckung hatte, konnte hier am Eingang eine kaufen. Die SchülerInnen überquerten den Schulhof jedoch schon mit dem gebotenen Abstand und trugen bereits eine Alltagsmaske. Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hat das Studienkolleg dennoch eine große Anzahl von Masken bestellt, um sicherzustellen, dass jeder, der sich im Schulgebäude aufhält, solch einen Schutz tragen kann. Auch die Unterrichtsräume wurden so vorbereitet, dass zwischen allen Akteuren ein Abstand von zwei Metern gewährleistet ist.
Im Eingangsbereich desinfizierten sich die SchülerInnen ihre Hände. Auch die Jahrgangsstufe 2 wurde so empfangen, aber nicht am gleichen Eingang wie die Elftklässler. Um Kontakt zu minimieren und so ein Einhalten der Hygienevorschriften zu erleichtern, betraten sie das Gebäude über den Hintereingang. Ihre Unterrichtsräume liegen für die nächsten Wochen im Südbau und Mittelbau.
Der Unterricht begann für alle mit einer Einweisung in die Hygienevorschriften und Neuerungen in diesem Zusammenhang. So darf immer nur einer auf die Toilette. Die LehrerInnen erinnern an das Händewaschen vor jeder Stunde. Wenn es nötig ist, putzen die LehrerInnen die Tische mit Desinfektionsmittel, das in einer großen Flasche jetzt auf jedem Lehrerpult steht. Dies geschieht auch nach jeder Stunde. Im Unterricht herrschten konzentrierte Stille und fokussiertes Mitarbeiten. Da es nun keinen Nebensitzer mehr gibt und vielleicht auch weil man nach wochenlangem Fernunterricht wieder gern im Kursraum ankommt, blieb ein Schwätzchen auf die Pausenzeit beschränkt.
Allerdings sah ihre erste Große Pause nach langer Zeit auch ziemlich anders aus: kein Schulbäcker, keine Mitschüler aus der jeweils anderen Jahrgangsstufe (die hat die Pause eine Stunde später) und auch hier galt: Abstand wahren ist das Gebot der Zeit! Dennoch konnten sie ihre Freunde wiedersehen und trotz allem miteinander plaudern.
„Nett, die Freunde wiederzusehen und auch gut, wieder mehr Struktur im Alltag zu haben“, lautete das Fazit von so manchem Kursstufenschüler am vierten Mai 2020.
Bericht und Bilder: Elke Klein, Studienkolleg St. Johann



