Aulendorf – An einen Beschluss des Ausschusses für Umwelt und Technik (AUT) vor einem Jahr anknüpfend, kam das Radwege-Verkehrskonzept der Stadt zur Sprache, wobei Bürgermeister Matthias Burth zu Beginn entschuldigend erklärte, dass man bedingt durch personelle Engpässe im Stadtbauamt in diesem Punkt nicht vorangekommen sei. Eine Besserung erhofft er sich nach dem Antritt der neuen Stadtbaumeisterin im neuen Jahr.
Andreas Schulte, einer der Sprecher des „Aulendorfer Fahrradgipfels“ wies daraufhin, dass ein Konzept die Voraussetzung für Zuschüsse sei und damit elementar. Dessen ungeachtet verständigte sich der Rat und Bürgermeister auf die Vorgehensweise, sich vorab mit einigen kurzfristig umsetzbaren Einzelmaßnahmen zu beschäftigen. Jürgen Steinwandel erklärte zum Thema Verkehrsberuhigung im Krautlandweg, dass man von der Pollerlösung abgekommen sei, auch um den Schrebergartennutzern Rechnung zu tragen und stattdessen eine Fahrradstaße favorisiere, die alle Verkehrsteilnehmer zulasse, aber den Fußgänger und Fahrradfahren den Vorrang gebe. Auch die hohe Frequentierung von Radlern in diesem Bereich spreche dafür. Eventuell spräche vieles dafür, die Fahrradstraße bis zum Steeger See fortzuführen. Konrad Zimmermann (CDU) sprach sich für Tempo 30 aus und baute auf gegenseitige Rücksichtnahme, während Ralf Michalski (FWV) zusätzlich bauliche Maßnahmen als notwendig erachtete, um das Tempo und die Benutzung für Autofahrer einzuschränken. Genderell könne aber, so Burth, der Rat nur einem fertigen Planungsentwurf zustimmen.
Zur Überquerung der Straße beim Autohaus Moser wird eine bessere und eindeutige Kennzeichnung analog der Lösung beim Kloster Reute gefordert. Hier konnte der Bürgermeister berichten, dass gerade heute die behördliche Anordnung einer solchen Lösung von der unteren Verkehrsbehörde beim Landratsamt eingetroffen sei. Bei der Querung alte Kiesgrube, die inbesondere stadteinwärts holprig und schlecht sichtbar ist, müsste zu einer Roteinfärbung auch eine Absenkung der Schwellen gemacht werden. Burth sieht dies als Frage des Gesamtkonzeptes an, wobei auch die Barrierefreiheit für Blinde als Fußgängerüberweg berücksichtigt werden müsse. Nachdem nach einer gemeinsamen Begehung der Gefahrenpunkte, an der Ecke Auf der Steige und Steinenbacher Straße die Sicht versperrenden Büsche entfernt oder zurückgeschnitten wurden, seien erste klare Verbesserungen festzustellen, so Schulte, um zum nächsten Problem der unklaren Verkehrsführung nach der Eisenbahnbrücke für Radfahrer zu kommen, die ungelöst ist und selbst bis zum Bau eines Kreisverkehrs an dieser Stelle über weitere Jahre so bleiben würde.
Schulte wies auf Musterlösungen hin, die umsetzbar wären für diese „schwierige Situation“, so Burth, und letztlich soll eine weitere Verkehrsschau am 4.12. die Frage nochmal erörten, ebenso wie die Einleitung des Radweges in der Schussenrieder Straße. Hier hatte Pierre Grell (B.U.S.) schon angemahnt, dass die Frage einer Tempobeschränkung an dieser Stelle schon vor einem Jahr beschlossen wurde. Tempobeschränkungen, so Schulte, seien generell ein geeignetes Mittel um Auto- und Fahrradverkehr ungefährlicher zu machen, je näher sich die Geschwindigkeit beider Verkehrsmittel annähert.
Bericht und Bilder: Gerhard Maucher
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Eingerahmt von Bürgermeister Burth und Kämmerin Sike Johler die Vertreter des Radgipfels Andreas Schulte und Jürgen Steinwandel.

