Aulendorf – Vor Eintritt in die Tagesordnung informierte Frau Thoma über die seit 19.10. gültigen Coronabestimmungen die Stadt betreffend. Aktuell gibt es in Aulendorf keine Personen in Quarantäne, die zu überwachen wären. Mit der Maskenpflicht in öffentlichen Räumen gilt diese nun im Rathaus, auf dem Markt und auch in der Schule. In der Schule können fortan Fanfarenzug oder Stadtkapelle nicht mehr proben, sodass diese nach neuen Proberäumen suchen müssen.

In der Einwohnerfragestunde möchte Ernst Deuer, SPD Ortsvorsitzender, wissen, welches mittelfristige Konzept für die Minigolfanlage bestehe. Der Bürgermeister Matthias Burth sieht ein Konzept im Zusammenhang mit der Parkplanung insgesamt und diese sei noch nicht abschließend entschieden. Soviel kann er sagen, einen Kraftakt wie dieses Jahr bei der Betreibung der Anlage kann die Stadt in Zukunft nicht mehr machen. Alles andere müsse man neu diskutieren.

 

Neubau der Grundschule auf den Weg gebracht

Das Fachbüro Herr und Frau Kasten stellen zwei Alternativplanungsentwürfe vor, zum einen ein Neubau mit Verkauf des Gebäudes aus dem Jahr 1956 an die Berufsschule und eine 2. Variante mit dem Gebäude aus dem Jahr 1956 plus diversen An- und Umbauten. Burth ergänzt, dass die Gespräche mit dem Landratsamt über den Verkauf schon weit gediehen sind und im Januar 2021 im Kreis entschieden werden sollen. In der Vorplanung gab es zahlreiche Gespräche und Workshops mit Schulleitung, Lehrern, Schülern, der Stadtkapelle, die dort einen Proberaum bekommen soll und anderen Beteiligten.

Frau Kasten zeigt Kinderzeichnungen wie sich diese die Schule wünschen und stellt den großzügigen Entwurf von Klassen-, Gruppenräumen, Mensa, Küche und Technikräumen vor. Auf der Kostenseite sind dafür 7,239 Mio. eingeplant. Der Verkauf schlägt mit etwa 1 Mio. zu Buche. Die Variante 1 hat bei einer Gegenüberstellung den Kostenvorteil von 5,999 Mio. zu 6,685 Mio Euro. Eigenanteil der Stadt bei einem Landeszuschuss von 245.000 Euro in beiden Varianten.

Für die B.U.S. Fraktion stellt Pierre Groll fest, es sei mit über 6 Mio. Euro wohl das größte Projekt unter Bürgermeister Burth und er begrüße die Planung mit viel Platz für differenzierte Pädagogik, Räume für Schulsozialarbeit und Stadtkapelle. Schulleitung und Architekten haben sich viele Gedanken gemacht und trotzdem müsse man fragen, wo sind noch Einsparmöglichkeiten. Im Sinne der Nachhaltigkeit wünsche er sich bei Strom und Wärme eine klimagünstige Lösung. Konrad Zimmermann, CDU, anerkennt, dass man für einen Ganztagesbetrieb andere Räume brauche als früher in einer Schule. Er stimmt der Variante 1 mit dem Verkauf des Bauteils 1956 zu, und auch er möchte noch bei den Kosten nach Sparmöglichkeiten suchen, z. B. in längerfristigen Ausschreibungen der Gewerke. Ralf Michalski Freie Wähler begrüßt die großzügige und gelungene Planung und auch er möchte die Kosten noch nach unten bringen. Britta Wekenmann, SPD, begrüßt den Neubau, da man für die neuen Familien in der Stadt eine ordentliche Schule brauche.

Herr Kasten beantwortet die Klimafrage, dass eine Wärmepumpe, die das Grundwasser anzapfe vorgesehen sei. Bei der Photovoltaik reiche die bestehende Anlage für den Verbrauch der Schule aus. Burth ergänzt, dass jeden Tag über 100 Mensaessen ausgegeben werden und vielfach Schüler von 8.15 bis 15.45 Uhr in der Schule sind. Mit 15 Jastimmen bei 2 Gegenstimmen, Kurt Harsch CDU und Robert Rothmund FWV, wird der weiteren Planung zugestimmt.

 

Der Hofgartentreff ist befristet bis 31.12.2020 und im Verwaltungsausschuss wurde eine Fortführung positiv beraten. Burth bekundet, der Hogartentreff mit seinen Angeboten stehe dafür, dass Aulendorf eine Kinder-, Jugendliche- und Seniorenfreundliche Stadt bleibe. Man habe die Absicht das Angebot Familientreff und Integrationsmanagement zu verstetigen und Caritas für ein Koonzept der Weiterentwicklung angefragt. Weitere Institutionen/Partner haben Unterstützung zugesagt, die Katholische Kirche 7500 Euro fürs nächste Jahr, Caritas 5000 Euro über 3 Jahre, Evangelische Kirche 1000 Euro über 3 Jahre und Helferkreis Asyl 500 Euro über 3 Jahre. Karin Halder, B.U.S., stellt fest, dass die Angebote gut angelaufen seien und es jammerschade wäre, jetzt auszusteigen. Das Integrationsmanagement sei eine gute Sache und wichtig für Frauen, die diese geschützten Räume aufsuchen. Ralf Michalski sieht insbesondere, dass das Integrationszentrum viel auffangen könne und darum sei es gut, so eine Institution zu haben. Ralf Marquart SPD sieht in dem Treff eine gute Sache für bescheidenes Geld. Der Rat stimmt einstimmig einer Verlängerung um weitere 3 Jahre zu.

 

Für eine Sanierung der Sporthalle Schussenrieder Straße stimmt der Rat vorbereitend einer Aufnahme in den Investitionspakt Sportstätten zu wie auch dem Erbbaurechtvertrag für das DRK Vereinsheim der Ortsgruppe Aulendorf. Die Fortschreibung der Gemeindepauschale für das Tierheim Berg-Kernen über das Jahr 2020 hinaus kostet 12.300 Euro jährlich und dieser wird ebenfalls einstimmig zugestimmt. Die Aufnahme eines Darlehens beim Eigenbetrieb Betriebswerke Aulendorf - Betriebszweig Abwasserbeseitigung in Höhe von 1,5 Mio. spart der Stadt Zinsen die nächsten 2 Jahre.

 

Beim Tagespunkt Anfragen möchte Michalski den Sachstand Lautsprecheranlage wissen und Frau Thoma sichert diese bei der nächsten Sitzung zu. Zimmermann berichtet von Bürgern, die auf Beschwerden keine Antwort bekommen, man möge diesem Problem nachgehen. Pierre Groll möchte zur Radwegeplanung den aktuellen Stand wissen. Dieser werde im nächsten AUT beraten, so Burth. Karin Halder beklagt Steingärten im Safranmoos und fragt nach der Kontrolle. Es stellt sich  ein Baum mit vielen Steinen ist rechtlich o.k., aber nicht im Sinne der Sache.

 

Text und Bilder: Gerhard Maucher

 

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