Aulendorf – Bei seinem letzten Auftritt im IrReal hat Martin Weber schon seinen „besseren Zauberkollegen“ angepriesen.

Nikolai Striebel gewann die Jugendmeisterschaften von Deutschland und ist inzwischen international aufgetreten, so beim „Grand Prix Michel Cailloux“ in Quebec, Kanada sowie in Spanien, England und China. Die Veranstaltung im Rahmen der „Umenand aufm Land“ Kulturaktion, eine Initiative des Fotografen Markus Leser und Seenema Bad Waldsee, gefördert durch das Land Baden-Württemberg „Kultur Sommer 2020“.

In der ersten Reihe sitzen die Kids zwischen 3 und 9 Jahren und sind gespannt was Martin Weber ihnen zaubern wird. Weber bezeichnet sich selbst als Hauszauberer des IrReal, denn er ist im letzten halben Jahr schon zum dritten Mal dort aufgetreten. „Hokus Pokus Fidebus weiß auch schon Eni und mit diesen Spruch tippt er auf die die bunten Kleider der Kinder bis er alle Farben zusammen hat und prompt ist sein Malbuch bunt ausgemalt. „Das gibt`s doch gar nicht“ ist sein Kommentar und weiter geht die Show mit Seifenblasen, die zu Lollis werden. Marie, 5 Jahre alt, ist die nächste, bei denen er seine Kunststücke präsentiert.

Aus ihrem Haar und aus ihrem Ohr zaubert er Geldstücke, die dann in einem Glas klimpern. Schon mit 12 Jahren hatte Martin Weber sein Schlüsselerlebnis dazu. Auf der Fähre, die die ganze Nacht fuhr, gab es ein Casino und er hatte vier Chancen am einarmigen Banditen die Geldstücke zu vermehren, Im vierten Versuch gelang es. Was für ein Glück.

Nikolai Striebel möchte erklären, wie sei ne Tricks funktionieren und zuerst zeigt er seine drei Finger, die er unter einem Tuch verborgen hatte auf die frei zu wählende Zahl zwischen eins und fünf. Schon schwieriger ist es den Pik König unter 52 Spielkarten zu finden. Das gelingt mit „palmieren“, wie auch schon „Siri“ weiß, wenn man Zaubertrick in sein Handy eingibt. Im Ergebnis gelangt die Karte Pik König alleine in die Box und alle sind erstaunt. Ebenso bei der Entfesselung , wo Nikolai sich zwei starke Herren, Stefan und Michael auf die Bühne holt.

Nach einer 20minüten Pause setzt Martin Weber die Zauberei jetzt für Erwachsene mit dem Hütchenspiel fort. Den Kindern erklärt er beim Seiltrick, dass die Erwachsenen abens mit Alkohol so manchen Trick nicht mehr verfolgen können, wie zum Beispiel wenn er drei unterschiedlich lange Seile zu drei gleich langen Seilen verwandelt. Verblüffend ist auch wie er ein 50 Centstück in eine Flasche durch deren Boden zaubert.

Christina verblüfft Nikoläi, indem er er vorgibt alle Seiten eines Sherlock Holmmes Krimi zu kennen. Dabei liest er Rücken an Rücken zu ihr nur aus einem identischen Buch die Textzeilen herunter. Der jetzt 22-jährige Nikolai Striebel aus Reutlingen beschließt die gut besuchte Zauberschau, ehe die Johnny Cash Coverband No Cash das Programm fortsetzt. Auch in der zweiten, dritten und vierten Reihe sind alle Plätze besetzt.

 

Text und Bild: Gerhard Maucher

 

 

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halloRV

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