Aulendorf (rei) - Das Unwetter in der Nacht auf den 12. Juli hat die Freiwillige Feuerwehr bis an die Grenzen der Belastbarkeit gefordert. Der Webseite der FFW entnehmen wir einen Abriss des Einsatz-Geschehens, das die ganze Dimension der Schadens- und Einsatzlage nur skizziert. Unter www.ff-aulendorf.de, Menüpunkt "Einsätze" schreibt Kommandant Martin Seifert:

Vielfältig war die Feuerwehr gefordert (ab dem späten Abend des 11. Juli). Aufgrund eines Unwetters sind innerhalb weniger Minuten sehr viele Einsätze aufgelaufen.

Es handelte sich um den Brand einer Hecke in der Nähe eines Wohnhauses, einen Fehlalarm einer Brandmeldeanlage in einem Betrieb, mehrere Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit umgestürzten Bäumen sowie um unzählige versperrte Straßen und einen im Wald eingeschlossenen Zug.

Unzählige Einsätze mussten angenommen, gesichtet, priorisiert und abgearbeitet werden. Insgesamt war die Feuerwehr bis am darauffolgenden Tag gegen 19.00 Uhr gefordert. Als dann die Ruhephase einkehren sollte, sorgte ein Schlagregen nur wenig später dafür, dass die Einsatzkräfte gegen 21.45 Uhr bereits wieder zu den ersten Hochwassereinsätzen gerufen wurden. Glücklicherweise war das Wasser an einigen Stellen schnell wieder abgeflossen, so dass die letzten Kräfte gegen 0.30 Uhr (am 13. Juli) dann endlich erschöpft ins Bett fallen konnten.

Heckenbrand in Tannhausen
Auf Bitten der Bildschirmzeitung „Der Aulendorfer" nannte Kommandant Martin Seifert Einzelheiten zum Heckenbrand in Tannhausen. „Vom Sturm wurde ein Grill umgestoßen, der noch nicht ganz erloschen war. Dadurch geriet die Hecke in Brand. Durch das beherzte Eingreifen der Nachbarn konnte die Ausbreitung einigermaßen eingedämmt werden, aber ein Ablöschen war mit den vorhandenen Mitteln nicht möglich.

Problematisch war hier, dass die Notrufleitungen allesamt in dem Moment gnadenlos überlastet waren und die Leitstelle nicht erreicht werden konnte. Durch die gute Vernetzung der Menschen in Tannhausen konnten einige Mitglieder der Abteilung Tannhausen telefonisch erreicht werden und machten sich dann umgehend auf den Weg, um die Hecke noch rechtzeitig abzulöschen, bevor die Flammen auf das Gebäude übergreifen konnten. Die Anfahrt der Abteilung Stadt war aufgrund einiger umgestürzter Äste auf der Strecke erschwert."

 

 

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halloRV

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