Aulendorf – In der Beratung über die Ausführungsplanung zur Sanierung der Sporthalle Schussenriederstraße wurden vom beauftragten Planungsbüro Holzbau Kreativ, vertreten durch Helmut Schwegler, die Ergebnisse zu den einzelnen Gewerken von der Entkernung über Gerüst, Fassade, Dach, Fenster, bis Putz- und Elektroarbeiten vorgestellt.

Das Ingenieurbüro Witschard aus Ravensburg ist für die Planungen der Gewerke Heizung, Lüftung und Sanitär zuständig. Wie schon in der Gemeinderatssitzung im November letzten Jahres beschlossen, ist es das Ziel, die Planung in der Variante Effizienzhaus EH 55 mit Vollwärmeschutz, Fußbodenheizung und PV-Anlage zur Ausschreibung zu bringen. Dazu ist vom Betreiber der Energiezentrale ein Ausbau der Fernwärmeversorgung erforderlich.

Es wurde vorgeschlagen, einen sogenannten Niedertemperaturkreis mit einer Vorlauftemperatur von 45 Grad in Verbindung mit einer Wasserwärmepumpe einzurichten. Zwar steht vom Betreiber die Rückmeldung des Primärenergiefaktors für den Niedertemperaturkreis noch aus, aber der Bürgermeister Matthias Burth ist nach den Gesprächen vor einer Woche zuversichtlich.

Ergänzend berichtet Burth, dass der Deutsche Alpenverein (DAV), Sektion Aulendorf auf die Stadtverwaltung mit dem Wunsch zukam, an der Fassade der Sporthalle eine Kletterwand zu errichten. Im Falle der Freigabe der Finanzmittel durch den Vorstand des DAV würden die Kosten für die Kletterwandplatten und Griffe, sowie die Unterhaltung der Kletterwand vom DAV getragen. Die Kosten für die erforderliche Holz- Unterkonstruktion, sowie eine von Schwegler vorgestellte Treppe in Höhe von 54 000 Euro netto an der östlichen Fassade Richtung Schussenriederstraße sind dem Gewerk Zimmererarbeiten zugeordnet.

Bei Gesamtkosten von 5, 647 Mio. brutto, minus einem Zuschuss KfW von 1,223 Mio. und einem Zuschuss Kommunaler Sportstättenbau von 445.000 Euro, verbleiben als Finanzierungsanteil der Stadt Aulendorf rund 4 Millionen Euro. Bei einer „so teuren Sporthalle“, hatte der Fachwirt für Finanzberatung Ralf Michalski (FWV) auch den Blick auf Einsparmöglichkeiten und fragte bei der Entscheidung zur Ausführung für die Holzfassade, wieviel weniger eine Ausführung in Naturlärche wie an der benachbarten Schule kosten würde. Auf 18000 Euro schätzte Schwegler diese Einsparung und auch Burth befürwortete diese Änderung.

Der Gemeinderat Stefan Maucher (CDU) beantragte eine Abstimmung darüber. Bei 8 Ja-Stimmen quer durch die Parteien für den ursprünglichen Plan in Weißtanne und 11 Gegenstimmen war die Änderung entschieden und mit 14 Ja, 1 Enthaltung und 4 Gegenstimmen aus den Reihen der CDU wurde der Freigabe der Ausschreibungen wie vorgestellt zugestimmt.

Wenig umstritten war der Bebauungsplan „PV-Park Hasengärtlestraße“, der vom Planungsteam Sieber Consult GmbH durch den Projektleiter Florian Krug und der Landschaftsplanerin Kim Salinas vorgestellt wurde.

In einer erschöpfenden 65-seitigen Anlage wird die Umsetzung der 2,73 ha großen Freiflächen- Photovoltaikanlage auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche erläutert. Zudem soll in der Sitzung im April, wie von Karin Halder (B.U.S) gewünscht, eine Gesamtbetrachtung der städtischen Flächen für PV beraten werden. Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf zum Bebauungsplan und der Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „PV-Park Hasengärtlestraße“ einstimmig zu.

In der Regel einmal im Jahr soll der Bürgermeister eine Einwohnerversammlung durchführen. Ort, Termin und Tagesordnung bestimmt der Gemeinderat. Bei der Fülle der Themen und einer beabsichtigten Dauer bis zu 2 ½ Stunden wurden zwei Termine einstimmig, jeweils Beginn 19 Uhr im Musiksaal des Schulzentrums festgelegt.

Am 19.04. mit der Tagesordnung: Vorstellung der Überlegungen und der Konzeption zum Neubau eines Ärztehauses mit Primärversorgungsnetzwerk in Aulendorf, Information zum Sachstand des Projektes Solidarische Gemeinde Aulendorf, Sachstand zur Unterbringung vo geflüchteten Menschen, Informationen zum Sachstand Überplanung des Parks und Informationen zum Sachstand Stadtkern II und Stadtkern III.

Am 03.05. sollen die Tagesordnungspunkte: Eventuelle Errichtung einer Windkraftanlage im Bereich Weiherwiesen/Unterrauhen auf Gemarkung Tannhausen und Vorstellung der Planung für eine geplante PV-Freiflächenanlage im Gewann „Wannenberg“ besprochen werden.

 

Text und Bild: Gerhard Maucher

 

--------------------------------------------------

halloRV

­