Aulendorf – Für Dr. Hans-Peter Reck rückte Gabi Schmotz in den Gemeinderat nach und wurde als Stadträtin verpflichtet. Ebenso rückte sie in alle Ausschüsse und sonstige Gremien, die Reck in seinem Amt inne hatte, nach. Dann ging es um Sachthemen, zuerst um die Breitbandversorgung.

Wie viele andere Städte und Gemeinden möchte auch Aulendorf von der derzeitigen Zuschussmöglichkeit, 50 Prozent Bund und 40 Prozent Land, „so gut wie nie mehr“ (Burth und andere) profitieren. Deshalb werden alle weißen, unterversorgten Gebiete (weniger als 30 Mbit) nach einer Proritätenliste, Schulen und Gewerbe zuerst, dann dort, wo es am schlechtesten bestellt ist, ausgebaut. Dabei werden insgesamt 20,14 Millionen Euro investiert, wovon Aulendorf einen Eigenanteil von 2,23 Millionen Euro beisteuert. Nicht nur die Kabel in der Erde, sondern auch die Mobilfunkmasten werden dabei berücksichtigt. Vom Beschluss heute bis zur Fertigstellung dauert es aber noch vier Jahre, wie die Sachverständigen von GeoData nach langem wortreichen Anlauf letztlich erklärten. Denn vom Förderantrag im August dauert es weitere 18 Monate bis zur Bewilligung, ehe der Bagger rollen kann. Für die Kosten vom Grundstück ins Haus, für die sich Ralf Michalski (FWV) interessierte muss noch ein gesonderter Beschluss im AUT und später im Rat gefasst werden.

Für den Erlass einer städtebaulichen Erhaltungssatzung „Innenstadt Aulendorf“ braucht es kein Geld, sondern vor allem Sachverstand und deshalb geht das Gremium am Ende des Jahres in eine Klausur, um neben der heute mit 10 Stimmen mehrheitlich beschlossenen Erhaltungssatzung eine Gestaltungssatzung zu erarbeiten, um danach beides zu einer Baufibel Aulendorf für den Bürger zusammenzufügen.

 

Kreisverkehr nach der Bahnbrücke mit knapper Mehrheit beschlossen

Dass es an dieser Stelle klemmt, weiß jeder der schon mal dort im Stau stand, mit Ausnahme der Fußgänger und auch Radfahrer, die den Stau mit verursachen, wenn sie die Ampeln überqueren. Trotzdem sind es noch zu wenige Fußgänger laut einer Zählung, um förderungswürdig zu sein. Deshalb muss die Stadt 750.000 Euro für die Umgestaltung tragen. Daran störten sich Konrad Zimmermann (CDU) und Piere Groll (BUS), die einen Kreisverkehr befürworten, aber nicht jetzt in der angespannten finanziellen Situation. Groll beantragte zur Meinungsbildung eine 10-minütige Unterbrechung der Sitzung. Er selbst sah noch Optimierungsmöglichkeiten bei der Schaltung der Ampelanlage, einem Argument, dem Burth widersprach. Nach der Pause blieben die Meinungen geteilt, in beiden Fraktionen gab es Befürworter und Gegner, während Freie Wähler und SPD keinen Meinungsbildungsbedarf hatten. Nicht nur Burth, sondern auch die Bürger werden aufatmen können, wenn der Verkehr flüssiger durch und an der Innenstadt vorbei laufen kann. Acht Stimmen für und sechs Stimmen jetzt dagegen hieß es am Ende der Abstimmung.

Lange warten mussten Pfarrgemeinderäte bis endlich unter Punkt 13 nach gefühlten 10 Stunden, tatsächlich waren es noch nicht mal vier Stunden, ihr Punkt Umbau und Sanierungsmaßnahmen, Gartengestaltung der Kindergärten St. Berta und St. Martin zur Sprache kam. Bei St. Berta leistet die Kommune bei Investitionskosten einen 80 prozentigen Zuschuss in Höhe von 85.660 Euro und bei St. Martin in Höhe von 72.052 Euro. Der letzte Punkt der Tagesordnung, die übrigens mit kurzfristigster Verlegung um eine Stunde später als üblich begann, Neuanlage Grabfeld für Sternenkinder war kurz abgehandelt und zugestimmt.

 

Text und Bilder: Gerhard Maucher

 

28gr02

Bürgermeister Matthias Burth verpflichtet die neue Stadträtin Gabi Schmotz.

 

28gr03

Eine "Stadtbildfibel", bestehend aus Erhaltungssatzung und Gestaltungssatzung soll für Aulendorf erarbeitet werden.

 

--------------------------------------------------

halloRV

­