Weingarten - Klimaaktivistinnen und Kirchenvertreterinnen sprechen über Bewahrung der Schöpfung.
Klimaaktivistinnen sorgten im September letzten Jahres für Aufsehen, als sie die Fassade der Weingartener Basilika bestiegen und ein Banner entrollten. Am vergangenen Freitag (21. Januar) tauschten sich nun die Aktivistinnen mit Vertreter*innen des Dekanats Allgäu-Oberschwaben und des Kirchengemeinderats von St. Martin aus. Beide Seiten unterstrichen, dass die Bewahrung der Schöpfung für sie eine hohe Priorität habe und dass sie weiter im Gespräch bleiben wollen.
In der von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) moderierten Diskussion erläuterten die Aktivistinnen die Motivation für ihr Vorgehen, Kirchenvertreterinnen verwiesen andererseits auf die Risiken der Kletteraktion und lehnten die Nutzung der Kirchenfassade als Ort für parteipolitische Botschaften ab. Die Gesprächspartner betonten aber auch das gemeinsame Ziel, Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit zu fördern.
Kirche und Klimaschützerinnen überlegten, wie sie sich auf dem Weg zu diesem Ziel gegenseitig unterstützen könnten. In kirchlichen Bildungsveranstaltungen könnten die Aktivistinnen ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen. Außerdem könnten sich die Kirchengemeinden im Dekanat Allgäu-Oberschwaben neben dem Klimaschutzkonzept der Diözese Rottenburg-Stuttgart auch mit den zwölf Forderungen der „Christians for Future“ auseinandersetzen. Am Ende lobten beide Seiten den wertschätzenden Austausch.
Bericht Anja Hirscher

