Wilhelmsdorf – Schon vor dem Start am Saalplatz blickte unser Radgruppenleiter Willi besorgt zum Himmel. Ein Gewitter war für später angesagt, nur wann genau und wo konnte man jetzt um 18.30 Uhr nicht wissen.

Also los rund 50 km waren das Ziel über Guggenhausen und Riedhausen , dann durch den Wald nach Hoßkirch, alles bekannte Strecken und nun weiter nach Tafetsweiler. Jetzt ging es mal zügig bergab, um in Friedberg wieder bergauf zu fahren. Anstiege bis 14 Prozent. In Günzkofen wechselten wir die Richtung, denn wir hatten den Scheitelpunkt der Strecke erreicht. Völlkofen, Ursendorf hießen die nächsten Orte, die wir passierten, und parallel zur Ostrach erreichten wir Einhart, ich schon etwas abgehängt, meine Mitfahrer außer Sicht.

Wieland wartete und wir fuhren gemeinsam über Ostrach das Gewitter ganz nah zum Ried. Schon begann es zu regnen, immer stärker werdend, sodass wir bei Dichtenhausen unter einem Gehöftdach mit weißem Hund Unterschlupf fanden und abwarteten, bis der stärkste Regen nachließ. Immer noch Wasser von oben und jetzt auch von unten durch die Pfützen fahrend, rollten wir nach Waldbeuren und genau von Egelreute bis Pfrungen war es plötzlich trocken, auch die Straße.

Doch zu früh gefreut es blitze und donnerte ganz nah, doch die letzten 6 km sollten gelingen. So war es auch, durchnäßt , aber heil kam ich zurück: 53 km in rund 2 ½ Stunden. Wäre ich so schnell wie Willi gefahren, wäre ich nicht mal nass geworden, aber es gäbe auch nichts besonderes zu berichten. Später im Auto nach Aulendorf erhellten immer noch Blitze den Himmel, die Feuerwehr schon im Einsatz, um sich um umgestürzte Bäume oder vollgelaufene Keller zu kümmern.

Bei Fleischwangen war der Regen so stark, dass die Scheibenwischer die Wassermassen nicht mehr schafften und ich kurz anhalten musste. Vor Münchenreute spritzte das Wasser auf der Straße wie bei einer Flussdurchfahrt. Es sind nicht mehr die Regenfälle wie früher.

 

Text: und Bild:Gerhard Maucher

 

halloRV

­