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Bad Waldsee - Am Freitagabend um 19.00 Uhr eröffnete Galeristin Ute Beatrix Schraag eine sehenswerte Ausstellung von Bildern und Zeichnung des in Weingarten lebenden Künstlers Martin Oswald in ihrer Galerie an der Hochstatt. Die Ausstellung ist noch bis zum 8.6.22 in den Räumen zu sehen.

Auch künstlerisch tut sich was in der großen Kreisstadt. Neben der arrivierten Kleinen Galerie im Haus am Stadtsee finden Kunstinteressierte auf der Hochstatt gleich zwei weitere Galerien, die mit unterschiedlichen Konzepten Besucher anziehen.

Im Haus Nr. 6 an der Hochstatt sind in den letzten Jahren schon einige Galerien ein- und wieder ausgezogen. Nimmt man die Ausstellung von Martin Oswald zum Maßstab, konnte aber keine der Vorgängerinnen an das künstlerische Niveau der H6 Galerie heranreichen. Ute Beatrix Schraag will in ihrer „Galerie für Gegenwartskunst wechselnde Ausstellungen organisieren, in denen zeitgenössische Künstler ihre Arbeiten präsentieren“, so der Text auf ihrem Galerie-Flyer.

 

Die derzeitige Ausstellung von Martin Oswald steht unter dem Titel „Die Landschaft, eine Nachvermessung“. Martin Oswald, nicht nur bildender, sondern auch Künstler des Wortes, gab zu seinen Bildern auch den Versuch einer Erklärung. „Die Landschaft ist für uns vor allem eine Projektionsfläche. Wir denken, der Begriff Landschaft sei uralt, den gab’s schon immer, seit Menschen existieren. Aber das stimmt überhaupt nicht. Man spricht von Landschaft im modernen Sinne erst seit dem 16. Jahrhundert. Landschaft in unserem Sinne ist von der Kunst erfunden worden.“

Martin Oswald ist viel in der Landschaft unterwegs. Mit seinem Skizzenblock nimmt er die Eindrücke auf und verdichtet sie im Atelier bis hin zu abstrakten Schraffuren.

Wenn man die Galerie betritt, dominieren große Lichtkästen den ersten Eindruck. Oswald nennt die Bilder „Schwebende Linien“. Völlig reduzierte, schwarze Schraffuren auf Transparentpapier, von hinten durchleuchtet, völlig abstrakte Darstellungen, aber wenn man die Ausführungen Oswalds zur Landschaft kennt, stellen sie doch den Bezug zur Landschaft wieder her.

Viele kleinformatigere Bilder zeichnete Oswald auf Millimeterpapier, so kommt der Bezug auch hier wieder zur Vermessung der Landschaft.

Die Bilder können in der Galerie auch erworben werden. Die Preise bewegen sich im drei- und vierstelligen Euro-Bereich.

 

Martin Oswald wurde 1960 in Würzburg geboren. Er wuchs im Maintal, dann später am Rande des Spessarts auf. Seit 2004 wohnt und arbeitet er in Oberschwaben, wo er als Professor für Kunst und deren Didaktik an der Hochschule in Weingarten lehrt. In seiner Dissertation befasste er sich mit Aspekten der Farbwahrnehmung.

 

Ute Beatrix Schraag stellte den Künstler auch als begehrten Laudator und Juror von Ausstellungen vor. Axel Otterbach, den Waldseern bekannt als Bildhauer und langjährigem Macher der Kleinen Galerie, überbrachte die Grüße von Bürgermeister Henne und Kulturamtsleiter Walter Gschwind.

Die Ausstellung kann noch bis 8.6.22 besucht werden. Die Öffnungszeiten sind: Do. und Fr. jeweils 14.00 – 18.00 Uhr und Sa. 10.00 - 13.00 Uhr.

 

Erwin Linder

 

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