Bad Wurzach - Bestes Festwetter bescherte dem veranstaltenden HGV des 43. Stadtfestes der Sonntag: Die beiden Michelberger-Binder Modenschauen und das Quietsche-Entenrennen auf der Ach zugunsten der Jugendfeuerwehr bildeten die besonderen Höhepunkte des ersten Stadtfestsonntags seit drei Jahren.
Mit einem Weißwurstfrühstück in der großen Hütte des Fanfarenzuges begann der Stadtfestsonntag mit einem weiteren kulinarischen Mosaikstein, untermalt von den Blasmusikklängen der „Bänkle´s Mugge“, einer bunt-zusammengewürfelten Truppe von Blasmusikern aus der Großgemeinde.
Nach dem entspannten Auftakt wurde es dann auf der Bühne beim Spital ernst: Die erste Modenschau der Modehäuser Michelberger und Binder unter der bewährten Moderation von Alfred Bliem stand an. Unterstützt wurden die bewährten Models von Bliems-Bunte-Bühne dabei von Mitgliedern der Showtruppe von Joy of voice.
Die Models präsentierten auf die bewährte Choreographie von Gaby Lipp die aktuelle Herbst/Winterkollektionen der vier Modehäuser in der „Modestadt Bad Wurzach“. Da war für jede Altersgruppe etwas dabei, und der große Publikumszuspruch beweist, dass die Modenschauen – auch und gerade nach der langen Pause wieder – neben der Musik ein wichtiger Bestandteil des Stadtfestes sind.
Nicht fehlen durften natürlich Mode für festliche Anlässe und die neuesten Trends bei Brautkleidern und Hochzeitsmode, die jedes mal emotionaler Höhepunkt der Schauen sind. Für den energiemäßig harten bevorstehenden Winter hatte Alfred Bliem für die Modenschaubesucher einen guten Rat: „Kaufen sie jetzt fünf Jacken, dann können sie mit den gesparten Energiekosten fürs nächste Jahr gleich zehn Jacken kaufen!“
Auch am Sonntag wurde (Blas-) Musik groß geschrieben: Zwischen und nach den beiden Modenschauen spielten die Musikkapelle Ziegelbach bzw. zum Abschluss dann die Musikkapelle Unterschwarzach auf der Bühne beim Spital, während die Gruppe Achtalblech für die musikalische Mittagsunterhaltung beim Rathaus sorgte.
Vom Postplatz bis zur Luxeuil-Brücke wälzte sich eine unüberschaubare Menge Besucher durch die schmale Gasse zwischen den Hütten und Buden, bei denen es für jeden Geschmack das richtige Ess- Erlebnis gab. Wer wollte konnte bei den Tombolas beim DRK und beim Tierschutz Preise gewinnen und dabei die Arbeit der beiden Organisationen unterstützen.
Mit dem Kauf einiger der von der Volksbank Allgäu-Oberschwaben gestifteten Quietsche-Enten konnte jedermann die Jugendfeuerwehr Bad Wurzach, die in diesem Jahr ihr 40jähriges Jubiläum feiert, unterstützen. Dies taten denn auch viele kleine und große Gönner – ein ganz spendabler Unternehmer brachte gleich 50 Stück an den Start bei der Luxeuil-Brücke – so dass sich Pascal Schmehl, der Leiter der Jugendfeuerwehr, über eine Riesenmenge von über 1.000 von seinen Jugendfeuerwehrler verkauften Quietschetiere freuen konnte.
Bei der Siegerehrung im Schlosshof mit dem Geschäftsstellenleiter der VBAO, Markus Buhmann gab Schmehl auch bekannt, wofür die Jugendfeuerwehr die Geldspende verwenden wird: damit werden die Unkosten für die Teilnahme am Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager gedeckt werden. Doch ehe die große Menge an gelben Gummitieren „zu Wasser gelassen“ werden konnte, musste die „Rennstrecke“ zwischen Luxeuil-Brücke und der Brücke Espenweg erst einmal „schiffbar“ gemacht werden.
Was im Rahmen einer Feuerwehrübung am Donnerstagabend erledigt wurde, so dass beim „Rennende“ die 20 Gewinner der von der Volksbank Allgäu-Oberschwaben gestifteten Preise unter den Augen zahlreicher Zuschauer aus der Ach gefischt werden konnten.
Auch die Siegerehrung wurde natürlich zu einem Event, gab es doch am Ende neben einer gelben Ente als Trophäe auch noch als Trostpreis eine Kugel Eis für jeden Spender.
Bericht und Bilder Ulrich Gresser
