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Während andere in seinem Alter bereits hochrangige Offiziere der Air Force sind, sitzt Captain Pete Mitchell (Tom Cruise), der den Spitznamen „Maverick“ trägt, noch immer hinter dem Steuerknüppel und fliegt die riskantesten Einsätze, getrieben von seinen Dämonen, denn den Tod seines einstigen Wingman „Goose“ hat er bis heute nicht verarbeitet.

Nachdem er nach einem unautorisierten Überschallflug zunächst aus der Air Force entlassen wird, erhält er wenig später, unter der Hand, den Auftrag, ein Team für einen gefährlichen Einsatz zu trainieren. Unter den jungen Piloten ist auch „Rooster“ Bradshaw (Miles Teller), der Sohn seines ehemaligen Partners, was schnell zu persönlichen Spannungen führt und den Einsatz gefährdet.

Fast 35 Jahre ist es jetzt her, dass die Top Gun Piloten zum letzten Mal in die Luft abhoben. Der Film aus dem Jahr 1986 ist heute noch Kult. Die späte Fortsetzung wurde von vielen als große Hoffnung des Kinos gefeiert, das durch die Pandemie doch arg in Bedrängnis geraten ist. Tatsächlich erzielte der Film ein außerordentlich gutes Einspielergebnis, das liegt sicher auch an seiner Zugänglichkeit. Top Gun: Maverick ist ein Actionfilm klassicher Sorte, von Regisseur Joseph Kosinski routiniert und temporeich inszeniert, angereichert mit viel Nostalgie und einer Prise amerikanischem Pathos. Und dann ist da natürlich noch der ewige Sunny-Boy Tom Cruise mit seinem Millionen-Watt-Lächeln, der selbst mit seinen 60 Jahren noch jugendlich wirkt und nichts von seinem Charme eingebüst hat. Was dem Film allerdings fehlt, ist Mut zum Risiko. Die Story ist vorhersehbar, folgt einem Schema-F und bietet keinerlei überraschende Wendungen. Tragisch ist das nicht, Peter Craig geht mit seinem Drehbuch auf Nummer sicher, der Fokus liegt hier ganz klar auf den Actionszenen und die können sich durchaus sehen lassen. Die Luftkämpfe sind schnell, dynamisch und mit fetziger Musik unterlegt. Eben typisches Blockbuster Kino, das zwar nicht gerade die grauen Zellen anregt, aber während einer Laufzeit von über zwei Stunden Spaß macht und unterhält, und das ist es letzlich ja auch, was Kino ausmacht.

 

Autor: Alexander Koschny

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