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Leserbriefe zu den Artikeln: „Ohne Mitläufer keine Diktatur“ (Ausgabe Juni 2023, Seite 34) und „Vertrautheit und Zumutung“ (Ausgabe Mai 2023, Seite 8)

„Ohne Mitläufer keine Diktatur“
(Ausgabe Juni 2023, Seite 34)
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lese Blix, wo ich sie ausgelegt finde. Nun zu ihrem Bericht „Nationalsozialismus Biberach“. Ich bin gebürtiger Biberacher, Jahrgang 1946, und habe dort sämtliche Schulen, Volksschule, Gymnasium, Lehre und Betrieb durchlaufen. Wohne seit 1979 in Ravensburg nach Besuch der Ingenieurschule Ravensburg-Weingarten. Nun zu ihrem Artikel, ich habe zu keiner Zeit in Biberach irgendwelche Nachrichten, Berichte über die Nazizeit gelesen, gehört. Ich weiß nicht, woher Sie ihre Informationen hierzu erhalten haben. Biberach war meines Wissens keine Hochburg der Nazis. Überall auch in Ravensburg und Friedrichshafen u.s.w. fanden Veranstaltungen der NSDAP statt. Wie gesagt habe ich niemals, auch als Schüler irgendetwas über Nazis vernommen. Auch meine inzwischen verstorbenen Eltern konnten dies glaubhaft bestätigen. Biberach hat auch in der Nachkriegszeit einen enormen Aufschwung erlebt. 

Mit freundlichen Grüßen Franz Albrecht, Ravensburg

 

„Vertrautheit und Zumutung“ (Ausgabe Mai 2023, Seite 8)
Ihre Zeitschrift Blix fiel mir bei einem Ausflug in die Hände, und ich fand sie durchaus interessant, speziell das aufgegriffene Thema „Heimat“. Geradezu erschüttert war ich über die Aussage der sogenannten Umweltaktivistin (ist das ein Beruf?) Charlie Kiene dazu. Ich zitiere: ‚Beim Begriff Heimat klingeln bei mir erstmal alle Alarmglocken, denn mit diesem Wort assoziiere ich Lokalpatriotismus und rechtes Gedankengut.‘ So ein Schwachsinn!!! Heimat ist da, wo ich aufgewachsen bin, Heimat ist da wo ich lebe, Heimat ist mein Umfeld. Da müsste ich gleich den Umkehrschluss ziehen, Frau Kiene mit ihren mickrigen 21 Jahren und null Lebenserfahrung gehört offensichtlich ins linksradikale Milieu. Mache ich aber nicht, da ich mich nicht auf unterirdisches Niveau begeben will.  Weiter schreibt sie: ‚Gibt es überhaupt so etwas wie Heimat oder ist der Begriff ein Konstrukt, welches erbaut wird, um einen Anspruch auf Zugehörigkeit an einem bestimmten Ort zu erheben?‘ Was ist denn das für ein sinnloses Geschwafel? Wenn ich an einem Ort gerne lebe oder gelebt habe, dann erhebe ich doch keinen Anspruch auf Zugehörigkeit, nein, dann gehöre ich in der Tat dorthin bzw. dazu. Ich kann diese Aussagen nur ihrem jugendlichen Alter anrechnen, sie sind nun wirklich kein Zeichen von ausgeprägter Intelligenz, sondern vielmehr  von blanker Ideologie. 

Mit freundlichem Gruß Leo Barisch 

 

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