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Dietenheim - Vor 1050 Jahren wurde die auf halber Strecke zwischen Ulm und Memmingen an der Iller gelegene Kleinstadt erstmals urkundlich erwähnt, der heutige Ortsteil Regglisweiler vor 750 Jahren. Für die Fasnetstadt war und ist das Anlass genug, ausgiebig zu feiern. Bisheriger Höhepunkt war der große Festabend samt Zapfenstreich mit zahlreichen prominenten Gästen und einem bunten Rahmenprogrammm, mit dem sich die im Alb-Donau-Kreis ansässige Kommune am 16. Juni hochleben lies.

Genau genommen begann das Jubiläumsjahr 2023, bereits am zwölften November vorigen Jahres, als der Balzheimer Historikers Harald Kächler sein neues Dietenheimer Heimatbuch im Rahmen der sogenannten Buchtaufe im Bürgerhaus Regglisweiler vorstellte. Hier ist beispielsweise nachzulesen, dass die erste urkundliche Erwähnung Dietenheims auf eine Schenkungsurkunde des Schwabenherzogs Berthold (geboren um 930, gestorben vor 976) an das Kloster Reichenau zurückgeht. Es ist unter anderem von Gütern zu „Töttinheim“ bei Ulm die Rede, womit offensichtlich Dietenheim gemeint ist. „2023 begehen wir mit ‚1050 Jahre Dietenheim und 750 Jahre Regglisweiler‘ zwei prachtvolle Jubiläen“, sagte Bürgermeister Christopher Eh in seinem Grußwort zum Festabend. „Dies nehmen wir zum Anlass, gebührend zu feiern - gemeinsam mit Ihnen, unseren Bürgerinnen und Bürgern, und all unseren Gästen.

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Bürgermeister Christopher Eh.

Es gab im bisherigen Jahresverlauf bereits viele großartige Veranstaltungen rund ums Jubiläum, die wir erleben durften, und es werden bis zum Jahresende noch viele Highlights hinzukommen“, so Eh weiter. Bisheriger Höhepunkt war der große Festabend am 16. Juni in der Stadthalle Dietenheim. „An diesem Abend wollen wir zeigen, was Dietenheim und Regglisweiler so einzigartig macht und was unser Leben hier an der schönen Iller prägt. Der Festabend ist insbesondere den Menschen gewidmet, die hier leben, arbeiten und tatkräftig daran mitwirken, dass Dietenheim heute eine moderne, gastfreundliche, weltoffene und lebendige Kleinstadt ist“, erläuterte der Dietenheimer Verwaltungschef im Vorfeld des Festaktes. Begeistert zeigte sich Eh auch „vom bisherigen Engagement der Bürgerschaft im Rahmen“ der Feierlichkeiten. Des Weiteren möchte er seine MitbürgerInnen „deshalb darin bestärken, unser Stadt- und Gemeindejubiläum weiterhin aktiv mitzugestalten.“ Eh bedankt sich bei „jenen, die sich für unsere Gemeinwesen engagieren und die Jubiläumsaktivitäten mit Ideen, Anregungen oder durch Sponsoring fördern und ermöglichen.“

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Historiker Harald Kächler – Kurze Episoden aus der Geschichte Dietenheims.

INFO:

Dietenheim liegt im Alb-Donau-Kreis mit einer Fläche von 18,75 km2 auf einer Höhe von 513 Metern über dem Meerespsiegel und zählt Stand Dez. 2021 6.586 Einwoher. Die Dietenheimer sind stolz auf ihre jahrhunderte alten städtischen Traditionen. Deshalb genießt die Brauchtumspflege einen hohen Stellenwert. Das alljährliche Fastnachtstreiben vom „Gompiga Doschtig“ bis Faschingsdienstag ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Nicht weniger stolz sind die Dietenheimer auf die historische Bürgerwehr, die viele gesellschaftliche Anlässe bereichert. Das trifft in gleichem Maße auf die alljährliche Fronleichnamsprozession wie auch ganz aktuell auf die Teilhabe der Bürgerwehr beim Großen Zapfenstreich im Rahmen des Festabends zu. Seit 1978 wird in der Pfarrkirche St. Martin wieder der bis ins Mittelalter zurückgehende Brauch gepflegt, bei dem zwei Wochen vor Ostern das „Heilige Grab“ aufgestellt wird. Ein weiterer Bestandteil der städtischen Traditionspflege ist seit 1986 der Dietenheimer Weihnachtsmarkt. Die laut Bürgermeister Christopher Eh
„...moderne, gastfreundliche, weltoffene und lebendige Kleinstadt...“ hat obendrein also auch ein ausgeprägtes Geschichtsbuwußtsein.

Autor: Franz Thoma

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